Die homöopathische Behandlung von Hauterkrankungen

Folgenden einige Erläuterungen über die äußerliche Behandlung von Hautausschlägen mittels Salben und Tinkturen.

Ein Hautausschlag ist immer ein Hinweis an dem man erkennt, dass im Inneren des Körpers etwas nicht stimmt. Aus diesem Grund macht es keinen Sinn das Zeichen, welches der Körper nach außen bringt, einfach weg zu salben ohne die eigentliche Krankheit zu verstehen. Sie würden ja auch nicht wenn ihre Warnanzeige im Auto aufleuchtet einfach ein Pflaster darüber kleben und hoffen, das sie sich dadurch den Werkstattbesuch sparen können. Nur weil sie die Warnleuchte nicht mehr sehen ist der Defekt an ihrem Auto ja nochlange nicht behoben.

In unserem menschlichen Körper ist es nicht anders. Eine Krankheit entwickelt sich. Sie hat immer eine Ursache. Sofern unser Körper einigermaßen gesund ist wird eine Heilung immer von innen nach außen erfolgen. Also werden die Selbstheilungskräfte in uns immer alle Kräfte mobilisieren die Krankheit weg von den inneren (lebenswichtigen) Organen nach außen auf die Haut zu transportieren. Einfach nur deshalb, weil die Krankheit dort weniger Schaden anrichten wird.

Nun weiß jeder der schon einmal einen brennenden oder juckenden Hautausschlag hatte, welche Qualen damit verbunden sein können. Hinzu kommt das äußerlich sichtbare Makel wenn der Ausschlag sich an sichtbaren Körperoberflächen ausbreitet. Man wird unter Umständen von anderen Menschen daraufhin angesprochen oder sogar ausgegrenzt.

Da ist es nur verständlich, das man in solch einer Situation in der Schulmedizin gerne Cortisonsalben verabreicht. Immerhin bringen sie in fast allen Fällen schnelle Linderung der Beschwerden.

Das Problem ist jedoch, das es durch dise äußere Manipulation dem Körper schwer gemacht wird sich selbst zu heilen. Die Krankheit wird ja durch Cortisonhaltige Salben nicht geheilt sondern nur zwangsweise auf eine andere Ebene verlagert.

So können wir immer wieder beobachten wie sich die Krankheit nach dem "Wegsalben" nach innen verlagert. In fast allen Fällen auf die Lunge.

Nun gut für manchen ist dies neue Leiden vielleicht sogar erträglicher als das Leiden auf der Haut zur "Schau zu stellen". Es ist jedoch in jedem Falle gefährlicher und nachfolgend auch schwerer zu therapieren.

Nun erkennen Sie warum es so wichtig ist, eine gründliche Erstanamnese (= Befragung) bei dem Patienten durchzuführen. Zunächst einmal muss ein Therapeut herausfinden ab wann die Krankheit ausbrach was geschah zu diesem Zeitpunkt im Leben des Patienten. Vielleicht war es eine ganz banale Begebenheit, die man so gar nicht mit dem Hautausschlag in Verbindung bringt. Das könnte unter Anderem z.B. auch ein Unfall, ein Schock oder eine seelische Verletzung sein.

Der klassisch homöopathisch arbeitende Therapeut sieht bei der ersten Fallaufnahme oft schon Zusammenhänge und Ursachen, die zu dem Hautausschlag geführt haben könnten. Hierbei berücksichtigt ein gewissenhafter Therapeut auch die Veranlagungen des Patienten die er von seinen Vorfahren geerbt hat. (z.B. Neigung zu Allergien etc). Erst danach beginnt er/sie mit der individuellen homöopathischen Therapie.

© 2011 - 2018 Carmen Winkelmann